Presseinformation der Sprecher des NRW-Bündnis "Eine Schule für alle"
Mit Empörung reagieren die Sprecher des NRW-Bündnis "Eine Schule für alle" auf Berichte über Ausnahmeregelungen für die Kommunen bei der Inklusion.
Im Streit um die Finanzierung der Inklusion hatte Schulministerin Löhrman am vergangenen Dienstag darauf hingewiesen, dass Kommunen auch künftig den Rechtsanspruch behinderter Kinder auf Zugang zur inklusiven Schule nicht umsetzen müssen, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt werden können.
Aus Sicht der Bündnissprecher ein unredliches Kompromissangebot.
"Die bereits im Referentenentwurf zur Inklusion vorgesehenen Ausnahmeregelungen haben Betroffenenverbände von Anfang an kritisiert. Mit einer solchen Auslegung wird die völkerrechtlich gebotene Umsetzung der Inklusion nun faktisch ins Belieben der Kommunen gestellt" sagt Uta Kumar, Sprecherin des Bündnisses. "Es ist klar, dass von den meisten Kommunen jetzt kein großes Engagement kommen wird, wenn man ihnen eine Hintertür aufzeigt, durch die sie sich aus der Verantwortung für die Inklusionsentwicklung stehlen können." Weiterlesen »