Wolfgang Blaschke ist am 2. April 2026 plötzlich verstorben.

Wolfgang war fast 20 Jahre einer von erst drei, dann zwei Sprecher:innen des NRW-Bündnisses eine Schule für alle und Vorstandsmitglied im Verein zur Förderung des NRW-Bündnisses. Noch im März hatte er seiner Wiederwahl zugestimmt, jedoch angekündigt, dass er sich aus gesundheitlichen Gründen bald ganz zurückziehen werde. Er käme nochmal vorbei, um sich zu verabschieden.

Eingestiegen war Wolfgang im Gründungsjahr des Bündnisses, 2007. Mit vollem Engagement brachte er sich als Mitstreiter des Kölner Vereins mittendrin e. V. in die Bündnis-Arbeit ein. Er setzte sich politisch und persönlich in Konfliktfällen für den individuellen Rechtsanspruch des Kindes mit Behinderung auf inklusive Bildung ein und bestand beharrlich darauf, dass nach der UN-Behindertenrechtskonvention weder aufschiebende noch verhindernde Gründe gegen die Umsetzung geltend gemacht werden dürfen.

Er wusste auch, dass das Menschenrecht auf inklusive Bildung das Recht aller Kinder ist und in Deutschland erst in einem ungegliederten, inklusiven Schulsystem diskriminierungsfrei eingelöst werden kann. Der bildungspolitischen Verfälschung des Rechts auf inklusive Bildung als Sonderrecht für Kinder mit Behinderungen stellte er sich entgegen.

Wolfgang, wir vermissen dich als politischen Kämpfer, als „Verbindung" zum Verein mittendrin e. V. und als Mensch mit einer guten Portion trockenem Humor.