Sekundar- und Gesamtschulen werden deklassiert

Ohne Abschaffung der Abschulung wird die Bildungspolitik in NRW unglaubwürdig

Hinter dem bürokratischen Terminus "Abschulung" verbirgt sich die in Deutschland gängige, im Ausland hingegen unübliche Praxis, Schülerinnen und Schüler mit Leistungsschwächen aus ihrer gewohnten Schulgemeinschaft auszuschließen und auf andere Schulformen mit geringerem Leistungsanspruch abzuschieben. In unserem hierarchisch gegliederten Schulsystem machen die Gymnasien und Realschulen davon reichlich Gebrauch. Weiterlesen »

Inklusive Schulentwicklung oder "Sonderpädagogisierung" der allgemeinen Schule?

Auf der gemeinsamen Jahrestagung der DGfE Kommission Grundschulforschung und Didaktik der Primarstufe und der DGfE Sektion Sonderpädagogik in Braunschweig unter dem Titel: "Gemeinsam anders lehren und lernen - Wege in die inklusive Bildung" wurde eins überdeutlich: Die Disziplin der Grundschulpädagogik muss sich endlich selbstbewusst mit den Ansprüchen der inklusiven Sonderpädagogik auseinandersetzen, wenn sie sich selbst ernst nehmen will. Weiterlesen »

Inklusion ist Menschenrecht, aber noch nicht in NRW!

Forderungen an die Landesregierung zur Umsetzung der UN- Konvention im Bereich Bildung

Die Inklusionsdebatte wurde in den 1990er Jahren von der Weltkonferenz der UNESCO in Salamanca initiiert. Mit der Ratifizierung der UN-Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderungen durch die BRD wurde Inklusion endlich auch ein Thema in Deutschland. Seit dem 23. März 2009 ist diese UN-Konvention deutsches Recht und muss umgesetzt werden. Weiterlesen »

Inklusion nach Beliebigkeit

1. Lesung des Gesetzenwurfs zur Umsetzung der BRK in NRW
Daumen runter

Erstaunlich schwer hat sich die rot-grüne Landesregierung mit dem ersten Schulrechtsänderungen getan, die aufgrund der BRK notwendig sind. Herausgekommen ist ein „bestenfalls halbherziger Entwurf, der viele Frage offen lässt“, so Uta Kumar vom NRW-Bündnis.
Das individuelle Recht auf gemeinsames Lernen sucht man vergebens und es fehlen genaue Aussagen darüber, wie ein Inklusives Schulsystem aussehen und vor Ort entwickelt werden soll. Weiterlesen »

Landesregierung missachtet UN-Konvention

Gesetzentwurf von Rot-Grün zur Umsetzung von Inklusion in der Schule
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Deutliche Kritik am Gesetzenwurf der Landesregierung zur Umsetzung der UN-Konvention in der Schule vom 20.03.13 äußern der Eltenverband Mittendrin e.V. aus Köln und die Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam Leben Gemeinsam Lernen. Auf entschiedene Ablehnung stoßen vor allem die stufenweise Einfühurng des Gemeinsame Lernens an der Regelschule, die zeitlich unbefristete Weiterführung von Förderschulen und die den Kommunen im Gesetztestext eingeräumte Möglichkeit, aus Finanzgründen einen Umbau einer Schule zur inklusiven Schule zu verweigern. Weiterlesen »

Muslimischer Junge von katholischer Bekenntnis-Grundschule in Paderborn abgelehnt

Landesregierung will Aufnahmekriterien verändern

Weil die Eltern eines muslimischen Jungen nicht unterschreiben wollten, dass ihr Kind am katholischen Religionsunterricht der nächstgelegenen Grundschule teilnehmen werde, wurde diesem die Aufnahme in die Schule, in die auch seine FreundInnen aus dem Kindergarten gehen werden, verweigert. Grundlage: die in der Verfassung von NRW enthaltene Differenzierung zwischen Gemeinschaftsgrundschulen und Bekenntnisgrundschulen. 15 der 24 Grundschulen in Paderborn sind katholisch. Weiterlesen »

Bündnis kritisiert Hintertür bei der Inklusion

Presseinformation der Sprecher des NRW-Bündnis "Eine Schule für alle"
Plakat "Inklusion für Alle"

Mit Empörung reagieren die Sprecher des NRW-Bündnis "Eine Schule für alle" auf Berichte über Ausnahmeregelungen für die Kommunen bei der Inklusion.

Im Streit um die Finanzierung der Inklusion hatte Schulministerin Löhrman am vergangenen Dienstag darauf hingewiesen, dass Kommunen auch künftig den Rechtsanspruch behinderter Kinder auf Zugang zur inklusiven Schule nicht umsetzen müssen, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt werden können.

Aus Sicht der Bündnissprecher ein unredliches Kompromissangebot.

"Die bereits im Referentenentwurf zur Inklusion vorgesehenen Ausnahmeregelungen haben Betroffenenverbände von Anfang an kritisiert. Mit einer solchen Auslegung wird die völkerrechtlich gebotene Umsetzung der Inklusion nun faktisch ins Belieben der Kommunen gestellt" sagt Uta Kumar, Sprecherin des Bündnisses. "Es ist klar, dass von den meisten Kommunen jetzt kein großes Engagement kommen wird, wenn man ihnen eine Hintertür aufzeigt, durch die sie sich aus der Verantwortung für die Inklusionsentwicklung stehlen können." Weiterlesen »

Schulministerium in NRW verschiebt die 9.Schulrechtsänderung

Weiter Warten auf den Rechtsanspruch

 Kurz vor Weihnachten teilte das Ministerium für Schule und Weiterbildung in NRW mit, aufgrund von Protesten von Elternverbänden werde die 9. Schulrechtsänderung, welche die Umsetzung der UN-Konvention über die Recht der Menschen mit Behinderungen regeln soll, verschoben und nicht mehr zum nächsten Schuljahr wirksam. Der ohnehin nur für SchülerInnen in den 1. und 5. Klassen vorgesehene Rechtsanspruch auf den Besuch der Regelschule wird damit (vielleicht "nur") um ein weiteres Schuljahr verzögert. Weiterlesen »

Durchgängige Doppelbesetzung: Unabdingbar für inklusiven Unterricht?

Kind mit Downsyndrom im Gemeinsamen Unterricht

Die durchgängige, d.h. 100% ige Doppelbesetzung mit einem allgemeinen Pädagogen und einem Sonderpädagogen wird inzwischen von vielen Lehrerinnen und Lehrern, aber auch von Eltern als unabdingbare Voraussetzung für die Qualität und das Gelingen von Inklusion in der Schule gehalten und bildungspolitisch eingefordert. Die folgenden Überlegungen sollen zeigen, dass die einseitige Fixierung auf diese Forderung in mehrfacher Hinsicht zu kurz greift. Sonderpädagogische Ressourcen allein stellen keine ausreichende Basis für die inklusive Entwicklung in Schule und Unterricht dar. Weiterlesen »

NRW-Landesregierung ignoriert bei der Inklusionsplanung Verpflichtung zur Beteiligung Betroffener

Presseerklärung der Bündnissprecher
Textwolke UN-BRK

Die Sprecher des NRW-Bündnisses Eine Schule für alle weisen darauf hin, dass die NRW-Landesregierung betroffene Eltern bei den nun vorgelegten Planungen zur inklusiven Schulentwicklung so gut wie nicht einbezogen hat.  Weiterlesen »

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